borsilogoEinkaufen auf der "Borsi"

Die Borsbergstraße ist auch heute eine bekannte Einkaufsadresse mit einem gesunden Branchenmix, welcher fast keine Wünsche offen lässt. Unternehmt mit mir einen Schaufensterbummel durch die Borsbergstraße der heutigen Zeit.
Beginnen wir im stehen gebliebenen Teil der Borsbergstraße. Gleich nach der Einmündung der Krenkelstraße grüßt uns das Schild einer Apotheke, dem, wenn wir es so sehen, ältesten Ladengeschäft. Natürlich gibt es den alten Apotheker Sengewitz längst nicht mehr, bittere Tropfen und süße Pastillen verkauft heute Frau Elke Binne und ihre Angestellten. Sicher und  praktischerweise auch Mittel gegen Reisebeschwerden, kann sich der Reisewütige, welcher sich im nebenan befindlichen Sareareisebüro nach den Zielen seiner Urlaubswünsche erkundigt, gleich damit eindecken.
Auch schon sehr lange gibt es die Konditorei, welche sich neben dem Reisebüro befindet. Gar leckere Sachen aus Marzipan gibt es dort zu erhaschen und in der Weihnachtszeit ist diese Konditorei unser Christstollenlieferant, ist wirklich zu empfehlen. Weil ich gerade von Weihnachten schreibe, das passende Geschenk könnte man, so man das nötige Kleingeld besitzt, auch wieder gleich nebenan erstehen, hier hat die Goldschmiede Kurth und Forberger ihr Domizil und versucht ihre Klunker an den Mann, beziehungsweise wohl mehr an die Frau zu bringen. Aber vielleicht freut sich die Angetraute schon über einen Blumenstrauß?
Wäre nicht schlecht und ist vor allem entschieden billiger. Auch kann man dieses Bündel Blumen gleich einen Laden weiter erhalten, das Schild mit der Aufschrift Blumenparadies weist darauf hin. Bewaffnet mit der floralen Pracht stürmen wir gleich in die nächste Tür, nein, das Schokoladengeschäft das es vor dem Kriege hier gab ist schon lange verschwunden, aber ein Foto von sich kann man im O.K. Fotolaborshop anfertigen lassen, zumindest seine vollgeknipsten Filme abgeben oder seine gefüllte Speicherkarte auf CD brennen lassen. Übrigens, als der Fotoshop einzog, da kamen bei der Renovierung noch einmal die Geschäftswerbungen des alten Schokoladengeschäftes zum Vorschein. Nun können wir uns zum ersten Male stärken, im Asia Bistro kann man sich mit Nudeln und Reis den Wanst voll schlagen, natürlich mit den Zutaten Fisch, Fleisch oder vegetarisch. Es folgt die Schlüsselzentrale Mister Minit. Damit ist der "alte" Teil der Borsbergstraße zu Ende, von nun an befinden sich die Läden in den im Erdgeschoss befindlichen Ladenvorbauten der Ende der 50er Jahre gebauten Wohnzeilen. Da wäre zunächst die Orthopädie und Reha-Technik, welche die dementsprechenden Artikel bereithält, wer sich im Asia-Bistro bekleckert hat, der kann seine Klamotten gleich in der nebenan befindlichen Rena-Textilpflege reinigen lassen. Daneben verkauft eine Filiale von "Unser Bäcker" Brötchen, Kuchen und hat auch einen kleinen Imbiss bereit. Geht der Fleck durch die chemische Reinigung doch nicht raus, auch kein Problem, im Geschäft der ESKA Moden gibt es ja eventuell etwas neues. Aus den nächsten Schaufenstern glotzt uns ein Frosch an, nein, keine Angst, der ist nur aus Plüsch und das Markenzeichen der Quick Schuhkette, welche hier ihre Treter verkauft. Letztlich empfiehlt sich noch Centraflor. Hier gibt es Grünpflanzen und Blumen.
Wir überqueren die Mosenstraße, allerdings ist es ja keine echte Straßenkreuzung mehr und können uns erst einmal ein Wurstpaket in D. Fähnrichs Filiale der Fleisch und Wurstwaren Dürrröhrsdorf zusammenstellen. Auch "frische Landeier" sind hier erhältich, womit allerdings die tatsächlichen Hühnerprodukte gemeint sind. Alle möglichen und mitunter auch unmöglichen Klamotten gibt es wiederum bei Minitextil und gleich daneben kann man seinen Lesehunger stillen. Buch und Kunst, einst aus dem Volksbuchhandel hervorgegangen, unterhält hier eine Filiale und kleine und große Leseratten finden immer etwas in den Regalen und auch ich gehe selten ohne irgend welche Lektüre hinaus. "Was sie woll´n für Tisch und Küche". Mit diesem Slogan wirbt die Potterie für ihre Töpfe, Geschirr und Küchenbedarfsartikel und versucht diese unter die Leute zu bringen. Die nächsten Schaufenster ziehen besonders die kleinen Borsbergstraßenpassanten magisch an und wohl manch Kindernase hat sich schon an den Scheiben ziemlich plattgedrückt. Hier verkauft nämlich Liesel Willert Spielzeug und macht mit ihren Modellbausätzen auch manch große Kinderherz glücklich. Das erreichen sicherlich auch die Juweliere Schubert und Jank, welche Uhren und Schmuck nebenan bereithalten. Um all die Sachen, welche wir bei unseren Einkaufsbummel erstanden haben, auch irgendwie transportieren zu können, da benötigen wir Taschen oder einen Einkaufstrolley. Selbiges und überhaupt Lederwaren und auch Modeartikel hält Iv Rossini in ihrem Lädchen bereit, während nebenan, wo sich einst das bekannte Cafe Borsberg befand, die Drogeriekette Rossmann eine ziemlich üppige Filiale betreibt.
Das kleine Eiscafe mit dem Namen "Willy Vanilli" hat zumindest den Namen des bekannten Straßencafes "geerbt" und in der warmen Jahreszeit sind die Stühle um das bronzene Tänzerinnenpaar ganz gut besetzt. Jeans Basic´s, so nennt sich der nächste Laden und es ist sicherlich unschwer zu erraten, was man in diesem Geschäft erwerben kann. Die letzte "Gewerbeeinheit" vor der Tittmannstraße wechselt den Betreiber relativ häufig und hat neben Miederwaren, Mode über 40 und Computer schon viel gesehen. Zur Zeit versucht die Tinten Toner Tankstation in diesem Eckgeschäft ihr Glück. Nach der Überschreitung der Tittmannstraße  betritt man einen neueren Einkaufstempel, nicht allerdings ohne vorweg an zumindest einer Gruppe sehr trinkfreudiger Mitbürger vorbeigegangen zu sein. Wie lautet das Motto wohl? Hier stehen die, die immer hier stehen. Aber betreten wir die zweietagige Halle von Kaufland. Gleich rechts riecht es nach verbrannten Öl, ein vietnamesischer Imbiss lädt mehr oder minder appetitlich zu einer kleinen Essenspause ein. Dann geht es durch die innere Eingangstüre und wir befinden uns in der Ladenstraße. Der Supermarkt nimmt alle beiden Etagen ein und hat das branchenübliche Angebot. Sind die Absätze bei dem vielen Gerenne schief gelaufen, macht nichts, Deichmann ist der größte Mieter im Erdgeschoss. Gegenüber kann man sich die Haare schneiden lassen, gibt es Blumen, kann man wiederum Fotoartikel kaufen und Bilder anfertigen lassen. Zeitungen gibt es und das Lottoglück kann man versuchen. "Unser Bäcker" verkauft auch hier. Ab und zu werden an gesonderten Ständen auch Oliven und Leckereien aus dem Spreewald und an einem weiteren Stand Wurst aus der Region angeboten. Und leider auch aufdringliche fliegende Händler mit "supertollen" Handyangeboten, Zeitungsabovermittler und Möbelrenovierer stehen des öfteren herum. Aber man kann diese ja links liegen lassen. Wir verlassen den Einkaufstempel und wandern die Glaswand entlang zur Spenerstraße, überqueren selbige und können ein Auto im Autohaus Borsbergstraße erhalten, vornehmlich der Marke Renault. Wir überschreiten die Borsbergstraße und wandeln auf der gegenüberliegenden Seite wieder stadtwärts. Wäre zunächst die Autoreparatur und Reifenwerkstadt auf dem Gelände der alten Tankstelle und des ältesten Hauses der Borsbergstraße. Zwischen der Bertold Brecht Allee und der Müller Berset Straße steht, nein, nicht das geplante Kino, sondern ein Studentenwohnheim. Hier kann man sich allenfalls eine Schachtel Glimmstängel aus dem im Foyer befindlichen Automaten ziehen. Wir stehen vor dem Appartementhochhaus. Alteingesessen das "Glühwürmchen". Hier gibt es geistige Getränke, Schokolade und auch wieder Brötchen. Lange Zeit stand das einstige Reformhaus leer, jetzt hat sich hier eine Physiotherapie eingerichtet. Dr. Michael Löhr verkauft für Sammler Briefmarken und Ansichtskarten und im Keller hat die Fahrschule Horlacher ihr Domizil. Kindertränen trocknet A. Großmann, seines Zeichens Puppendoktor.
Es beginnen wieder die Ladenzeilen, zunächst das Reisebüro Reisetreff und ein Lottoladen, welcher natürlich auch Zeitungen verkauft. Das Fischgeschäft Zschornak hält allerlei Meeresgetier für den verwöhnten Gaumen bereit und vorzüglich ist auch der kleine Fischimbiss namens "Kugelfisch" und auch für den ganz kleinen Hunger wird, bei warmer Jahreszeit zweckmäßigerweise gleich aus dem Schaufenster, manch leckeres Fischbrötchen gereicht. Manch einer kann sich am Fisch nicht recht ergötzen, mag lieber Fleisch und Wurst. Auch kein Problem. Gleich nebenan werden diese leckeren Dinge beim Fleischer Grohmann verkauft. Auch hier stehen die Leute zur Mittagszeit Schlange, um sich am preiswerten Imbiss zu stärken, welcher, wie fast überall übrig, auch außerhaus angeboten wird. Quasi als Ersatz für das Reformhaus an der Ecke Müller Berset Straße, hat vor einiger Zeit Frau Reichelt ihr Diätgeschäft sinnigerweise gleich nach dem Schlemmerläden von Fischwaren und Fleischerei eröffnet. Auch der Vegetarier kommt hier, beim reichhaltigen Angebot diverser Aufstriche der Marken Tartex und Co ganz auf seine Kosten und kann sich das passende Gemüse und auch ein reichhaltiges Obstangebot im letzten Geschäft dieses Blockes, im Fruchtcenter abholen.
Nun folgt wieder die überbaute Straßenkreuzung der Mosenstraße, wo ein weiterer Imbiss im so genannten Koffer, das ist die kleine Bude mit dem henkelförmigen Aufsatz auf dem Dache was ihr diesen eigenartigen Namen gab. Kürzlich hat, nach erfolgter Renovierung, das Frieseurgeschäft "Figaro" wieder geöffnet, wo man sich, so man will, einen "neuen Kopp" machen lassen kann, den vielleicht passenden für das Aussuchen neuer Klamotten in der Modeboutique Tina, welche mit dem Slang "Für Sie und Ihn, für drunter und drüber" für den Einkauf ihrer Ware wirbt. Auch der übernächste Laden hält wieder einmal was ganz neues für den modebewussten Herren und natürlich auch nämlicher Dame bereit - Schuhe. Das hatten wir ja lange nicht auf der Borsi. Aber dazwischen ebenfalls ein alteingesessenes Geschäft. Papier und Schreibwaren, ist ja wohl klar, was man dort bei Frau Rahe und ihrer Mitstreiterinnen erwerben kann. Nein, nicht alles für die Katz´, aber diese vierbeinigen Haustiere und ihre bellenden Genossen finden alles im Geschäft "Hund und Katz". Allerdings ist es besser wenn sie Frauchen oder Herrchen zum bezahlen mit in den Laden nehmen. Ein Hundepflegesalon ist ebenfalls integriert und wenn sie dann als bellende Schönheit das Geschäft verlassen, so ist es vielleicht ganz gut gleich nebenan vorbeizuschauen und sich ein Konterfei ihrer erfolgreichen Fellpflege machen zu lassen, hier hat Gabriele Moch ihre Foto-Quelle Agentur. Natürlich auch Passbilder von Menschenkindern werden gefertigt und eine kleine Auswahl Fotoartikel wird auch bereit gehalten.
Auch diese Häuserzeile findet ihren Abschluss, hier kann sich, wer will, im Sonnenstaudio "Charly Braun" bräunen lassen, aber Vorsicht, nicht zu oft, ein Sonnenbrand im Sommer tut genauso weh und ist billiger zu haben. Apropos Sonnenbrand. Wenn der Planet zu sehr drückt, dann trocknet bekanntlich die Kehle aus und auch von der Wanderschaft quer durch die Boris werden wir zunehmend Fußlahm. Nur noch einen Laden, das Elektrocenter, wo so genannte "weiße Ware", aber auch Kleinelektrik und Lampen verkauft werden, haben wir noch zu absolvieren. Nun ist der richtige Augenblick gekommen um bei "Elis´s", das ist unmittelbar davor, einzukehren der, ich kann es nie genug wiederholen einen Gaststätte auf der Borsbergstraße. An dieser Zahl hat sich, seit dem Bestehen dieses Teiles der Straße J, nichts geändert.

Damit ist die kurze Vorstellung des heutigen Gewerbes auf der Borsbergstraße abgeschlossen. Nein, doch nicht ganz. Im Hofe der Borsbergstraße 29c gibt es noch in der Baracke eine Wäscherei und Mangelstube und die Glaserei, die möchte ich natürlich noch erwähnen.

Natürlich gebe ich allen Händlern auf dieser Seite über die Borsbergstraße die Möglichkeit sich und ihr Gewerbe kostenlos zu präsentieren. Eine mail an mich reicht zu.

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